Wegfall des Zuschlags für Polizeianwärterbezüge: SPD: Schlechter Stil der Landesregierung

Die völlig überraschende Streichung des Zuschlages für Anwärterinnen und Anwärter der Polizei wird von den nordhessischen SPD-Landtagsabgeordneten Günter Rudolph, Manuela Strube, Wolfgang Decker und Oliver Ulloth scharf kritisiert. „Das ist schlichtweg ein schlechter Stil und eine Missachtung gegenüber den angehenden Polizistinnen und Polizisten“, machen die Abgeordneten in ihrer gemeinsamen Pressemitteilung gegenüber der Schwarz/Grünen Landesregierung deutlich. „Dass weder die neuen Anwärterinnen und Anwärter, noch die Gewerkschaft der Polizei vorher darüber unterrichtet wurden, setzt dem ganzen noch die Krone auf“, so die SPD-Vertreter. „Ebenso wie die GdP sehen wir darin eine absolute Ungerechtigkeit, dass die Anwärter, die im kommenden Februar eingestellt werden, urplötzlich schlechter gestellt werden, als diejenigen, die im September 2020 eingestellt wurden“. Die SPD-Abgeordneten befürchten zudem, dass dieser „Schuss“ nach hinten losgehen könne, weil man damit rechnen müsse, dass kurzfristig dringend benötigte Nachwuchskräfte wieder abspringen und lieber in den Polizeidienst anderer Länder eintreten würden. „Wenn dem Esel zu wohl wird, dann geht er auf´s. Anders kann man diese leichtfertige und unüberlegte Handlung im Innenministerium nicht verstehen. Offensichtlich wiege sich die Landesregierung bei der Nachwuchsgewinnung allzu sehr in Sicherheit. Mit solchen Aktionen wird man genau das Gegenteil erreichen“, so die Abgeordneten abschließend.