Die schwarzgrüne Landesregierung sorgt für immer mehr Chaos in Schulen und Familien

Was die schwarzgrüne Landesregierung jetzt in Bezug auf den Unterrichtsbetrieb an den hessischen Schulen beschlossen hat, kann kein Mensch mehr nachvollziehen und hat nicht im geringsten etwas mit einer Planbarkeit für die kommenden Wochen zu tun.

„Eine Aufhebung der Präsenzpflicht für die Klassenstufen 1 bis 6 ist faktisch eine Schulschließung durch die Hintertür. Der Appell an die Eigenverantwortung der Eltern und die Aufforderung, die Kinder nach Möglichkeit nicht in die Schule zu schicken, bedeutet faktisch: Ihr könnt, ihr dürft – müsst aber nicht unbedingt – seht einfach zu wie Ihr zurechtkommt! Das ist nicht nur ein politischer Offenbarungseid, sondern auch eine Unverschämtheit gegenüber den hessischen Eltern und ein Ausdruck von Verantwortungslosigkeit gegenüber den Schülerinnen und Schülern, deren Recht auf Bildung von der Landesregierung nicht nur missachtet, sondern vorsätzlich verletzt wird. Alles, was Schwarzgrün erreichen wird, ist Chaos in den Schulen und in den Familien“, so die SPD-Landtagsabgeordnete Manuela Strube.

Die Behauptung, es werde beim Lernfortschritt keinen Unterschied geben zwischen solchen Kindern, die in den nächsten drei Wochen weiterhin zur Schule gehen, und denen, die zuhause bleiben, sei haltlos, kritisierte Lukas Mühlbauer als Mitglied im Kreisschülerrat und Juso-Spitzenkandidat im Landkreis Kassel. „Für diejenigen, die es ohnehin schon schwer haben, ist das Vorgehen des Landes eine Katastrophe. Denn es ist – anders als die Landesregierung behauptet – eben nicht selbstverständlich, dass alle Schüler Zugriff auf die technischen Mittel haben, die für einen sinnvollen Distanzunterricht nötig sind. Wie im ersten Lockdown werden wir auch in den kommenden Wochen erleben, dass Schülerinnen und Schüler schlicht verloren gehen. Schwarzgrün beraubt gerade eine ganze Generation der Bildungschancen, die ihr zustehen“, ergänzte Lukas Mühlbauer.

Die SPD-Politikerin Manuela Strube kritisierte darüber hinaus, dass es nach wie vor keine landeseinheitlichen Konzepte für den Distanzunterricht gebe, weil das Kultusministerium auch im elften Monat der Pandemie nicht willens oder nicht in der Lage sei, solche Konzepte zur Verfügung zu stellen. „Stattdessen wird die Verantwortung für den Lernbetrieb in den nächsten drei Wochen wieder nach unten wegdelegiert – auf die Schulleitungen, die Lehrkräfte und die Eltern“, sagte Manuela Strube.

„Wir fordern jetzt klar und deutlich, endlich ein Wechselmodell ab dem Jahrgang 1 mit einer Teilung in A- und B-Klassen und von Kursen in den weiterführenden Schulen mit einem täglichen Wechsel zu ermöglichen, sowie eine Betreuungsgarantie für Kinder von Jahrgang 1 bis 6. Dies führt sinnvoll zu einer Verkleinerung der Klassen und Kurse, was zusätzlich den öffentlichen Personennahverkehr entlasten würde“, so Lukas Mühlbauer abschließend.