Wir müssen endlich ein Wechselmodell für alle Schulen ermöglichen!

Seit dem heutigen Montag gilt für alle Schulen aufgrund der Entscheidung der Hessischen Landesregierung landesweit nun wieder Stufe 2 des schulischen Stufenplans. Das bedeutet Unterricht für alle, nur eben mit Maske und möglichst immer in den gleichen Gruppen.

Am vergangenen Freitag konnte der Landkreis Kassel aufgrund der steigenden Inzidenzzahlen noch den Weg für ein Wechselmodell aus Präsenz- und Distanzunterricht nach Stufe 3 des Stufenplans des Hessischen Kultusministeriums freigeben.

Schulleitungen, Lehrkräften, Eltern und Kinder waren erleichtert, da nun auf die aktuellen Bedürfnisse vor Ort reagiert wurde.

Schulen hatten so die Freiheit, selbstständig einen Präsenz- und Distanzunterricht zu planen, der ab dieser Woche gelten sollte. Nachdem Eltern und Schüler informiert waren, kam am Samstag die ernüchternde Nachricht aus Wiesbaden: Alles wieder zurück auf Stufe 2.

„Nach dem Motto: ,Ober sticht Unter‘ hat Kultusminister Lorz somit Stufe 3 gekippt, untersagt verantwortliches Handeln im Landkreis Kassel und schränkt unseren Schulträger – den Landkreis Kassel – in seinen Handlungsmöglichkeiten massiv ein“, kritisieren die beiden Landtagsabgeordneten Manuela Strube und Oliver Ulloth.

„Das ist weder sinnvoll noch zielführend angesichts der aktuellen Situation. Mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen müssen die Schulträger für ihre Schulen das von der SPD bereits vor den Sommerferien geforderte Wechselmodell (Stufe 3) rechtssicher umsetzen können“, so die Landtagsabgeordnete Manuela Strube, die selbst Mitglied im Kulturpolitischen Ausschuss ist.

„Wir sind der Auffassung, dass man mit dem Wechselmodell sinnvoll präventiv agieren kann, um komplette Schulschließungen zu vermeiden. In Bussen und sonst dicht gedrängten Räumen ermöglicht man damit mehr Abstand und allen ein besseres Gefühl. Das ist gerade im Sinne sozial benachteiligter Kinder und Jugendlichen. Was sie jetzt auf keinen Fall brauchen, ist wochenlang der Schule fernzubleiben. Weniger ist in diesem Fall ganz klar mehr. Denn durch einen strukturierten Wechsel bleibt der Kontakt zu den Lehrkräften bestehen und die Schülerinnen und Schüler können auch nicht komplett abtauchen“, so die beiden Landtagsabgeordneten.

„Statt weiterhin zu mauern und weiter unvorbereitet ins nächste Chaos zu schlittern, muss Schwarzgrün den Schulen umgehend Flexibilität einräumen. Dies ist in enger Abstimmung mit den Staatlichen Schulämtern und den Gesundheitsämtern vor Ort kein Hexenwerk“, so Strube und Ulloth abschließend.