Frühkindliche Bildung: Manuela Strube (SPD): Das Gute-Kita-Gesetz wird in Hessen dafür sorgen, dass endlich etwas passiert.

Wiesbaden. „Mit dem Gute –Kita-Gesetz von SPD-Bundesministerin Giffey wird bereits im frühkindlichen Alter ein Beitrag zur Chancengleichheit gesetzt“, freut sich die bildungspolitische Expertin und Mitglied im Kulturpolitischen Ausschuss Manuela Strube. „Mit dem Unterzeichnen des Vertrags heute in Wiesbaden, werden die unterschiedlichen Lebensverhältnisse bei der frühkindlichen Erziehung berücksichtigt und der örtliche Entwicklungsbedarf steht nun im Vordergrund“, so die 39-Jährige Baunatalerin weiter.

Strube betont, dass die Weiterentwicklung der Qualität in Kitas und in der Kindertagespflege eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und gemeinsames Ziel von Bund, Ländern und Kommunen sei. Das Gute-Kita-Gesetz setze genau hier an – für mehr Qualität und weniger Gebühren. Hessen erhält so ca. 410 Mio. Euro vom Bund (bundesweit insgesamt 5,5 Mrd. Euro bis 2022). „Dringend benötigt, da von der Landesregierung bisher nicht viel kommt“, so Strube.

„Die SPD-Fraktion im Hessischen Landtag hat bereits in der letzten Legislaturperiode einen eigenen Gesetzentwurf zur Chancengleichheit und zur Qualitätsverbesserung in der frühkindlichen Bildung eingebracht. Leider wurde dieser von Schwarz-Grün abgelehnt. Eigenverantwortliches Handeln sieht für mich anders aus. Immerhin: Dank des Gute-Kita-Gesetzes und der Bundesmittel wird es nun in Hessen möglich, dass die dringend notwendigen und von uns seit Jahren geforderten Qualitätsverbesserungen in Hessen kommen werden.“

Strube stellte aber auch klar, dass dies nur mit mehr Erzieherinnen und Erziehern in den Kitas umzusetzen sei. Derzeit fehle es in Hessen an rund 8000 Fachkräften. Das Land müsse dringend die Ausbildungskapazitäten erweitern und die Ausbildung grundsätzlich attraktiver machen.

„Leider setzt die Landesregierung die Mittel ausschließlich im Bereich der Qualität ein. Eine vollständige Gebührenfreiheit gibt es immer noch nicht. Es reicht nicht die Gebühren durch Bundes- und kommunale Mittel zu deckeln. Schwarz-Grün muss endlich originäre Landesmittel für frühkindliche Bildung in den Haushalt einbringen“, forderte Strube abschließend.